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Nicht nur für das Neinerlaa ist das Erzgebirge kulinarisch bekannt, auch einfache Alltagsgerichte wie Buttermilichgetzen, Zudelsupp oder eine einfache „Spackfettbemm“ lassen die Herzen fast jeden Erzgebirgers höher schlagen.

Mit seinen großen Waldflächen ist das Erzgebirge besonders im Herbst ein Mekka für „Schwammesucher“. Ein guter hausgemachter „Schwammeeintopp“  ist ein wahrer Gaumenschmaus. Außerdem ist ein „Neinerlaa“ ohne „Schwammebrie“ undenkbar.

„Das Neinerlaa“ gibt es übrigens nicht, jeder Ort kocht da so sein eigenes „Süppchen“ und sogar von Familie zu Familie gibt es beträchtliche Unterschiede. „Griene Klies“ gehören allerdings immer dazu und die anderen acht Elemente variieren mal mehr, mal weniger. Den neun verschiedenen Speisen werden unterschiedliche Bedeutungen zugesprochen. Mit dem Auftischen der Speisen soll für das neue Jahr unter anderem Glück, Kraft, Wohlstand aber auch Fruchtbarkeit gesichert werden.  

- Holunder- oder Hagebuttensuppe sorgen für Gesundheit
- Klöße bringen das große Geld
- Linsen + Hirse lassen das kleine Geld nicht ausgehen
- Rote Beete bringt Schönheit
- Sellerie erhöht die Fruchtbarkeit
- Brot und Salz müssen auf dem Tisch, damit im nächsten Jahr ausreichend davon vorhanden ist
- Sauerkraut bringt eine gute Ernte
- Gänsebraten oder andere Braten (oft auch Kaninchen) bringen Wohlstand und reichlich Nahrung
- Semmelmilch, um sich nicht zu erkälten

Festtagsbraten
Maronenröhrling